Beefen: mein neues Hobby.

Beefer

Ich habe ein neues Hobby. BEEFEN.

Was das genau ist und vor allem, was daran so schön ist, erkläre ich gleich.

Zunächst möchte ich mich an ein schönes Erlebnis erinnern.

Und zwar als ich das bisher beste Stück Fleisch meinen Lebens gegessen hab. Es war vor knapp drei Jahren im Berliner Brooklyn Beef Club. Dort wurde mir vom Chef ein Entrecote serviert, das im 900 Grad heißen Ofen superkurz aber supereffektiv gegrillt wurde. Das Ergebnis: Ein knuspriges Stück Fleisch mit zartem Fett, das vor Saftigkeit in meinem Mund zu zerplatzen schien. Solche Grillgeräte sind in amerikanischen Restaurants üblich, in Deutschland sehr selten.

Nun aber gibt es ein ähnliches Teil für zu Hause. Den Beefer.

Der Beefer ist ein geschweißter Gasgrill, den man innerhalb weniger Minuten auf 800 Grad erhitzen kann. Er ist groß, teuer und kann nur eine einzige Sache.  Aber die kann er verdammt gut.

Ausprobieren durfte ich den dekadenten Beefer gestern in der Kochschule Mitte in Berlin. Zunächst mit Lachs, dann mit einem recht durchwachsenen Rinderfilet und zum Schluss mit einem Lampchop. Jetzt will ich auch so einen!

So geht mein neues Hobby Beefen: Man stöpselt das 700-Euro-Gerät an eine handelsübliche Gasflasche und dreht den Hahn auf. Es gibt genau zwei Garstufen: heiß und sehr heiß.

Dann legt man das Stück Fleisch auf den Rost und schiebt es hinein. Man kann zuschauen, wie in dem Gerät die Flammen lodern und das Steak innerhalb weniger Sekunden anfängt zu rösten. Nach ein bis zwei Minuten muss man es schon herausnehmen und wenden, sonst ist das Gargut alsbald hinüber.

Beefer Lamm

 

Beefer Lamm

Anschließend sollte das Fleisch noch einige Minuten ruhen, damit sich sie Fleischsäfte sammeln können. Das Steak bekommt eine wunderbare Kruste – so eine dunkle und rauchige wie man es mit einer gusseisernen Pfanne und einem normalen Herd bestimmt nicht hinbekommt. Das Fett wird aromatisch und rösch, innen bleibt das Fleisch saftig.

Ich empfehle deswegen auch eher durchwachsene Stücke wie eben Entrecote oder ein Lammkotelett, aber auch ein hochwertiges Schwein kann ich mir darin gut vorstellen.

Schade ist nur, dass man so richtig große Fleischstücke mit Knochen nicht hinein bekommt. Es ist eben ein schickes Spielzeug für wohlhabende Fleischfans und solche, die es werden wollen.

Fleisch tranchieren

Beefer fertig

 

3 Antworten
  1. Amarin says:

    Schade, dass die meisten Fotos nicht mehr funktionieren. Hätte gern die Lambchops gesehen. Inzwischen gibt es diese Grillmöglichkeit auch in vielen hochwertigen Grillgeräten. Bei Napoleon heißen diese bspw. Sizzle-Zone (http://www.napoleongrills.de/faq/infrarot-sizzle-zone-definition/) – wird somit erschwinglicher, da ein Grill ja vielseitiger nutzbar ist und man kriegt auch etwas größere Stücke drauf. Es gibt im Internet einige die sich sowas aus einem Gas-Heiz-Strahler gebastelt haben, davon würde ich aber persönlich abraten.

    Meiner Meinung nach, wenn man eine Methode gemeistert hat um ein Steak zu vollenden, kommt es im wesentlichen sehr auf das Fleisch an (Rinderart, Stück, etc.). Man wird mit 800 Grad kein Jungbullen-Hüftsteak dazu überreden zu schmecken wie ein Wagyu-Filetstück.

    Antworten
  2. Torsten says:

    Hallo, probiert es doch mal einfach mit einem Gasgrill der Firma WeGrill. Funktioniert exakt wie der Beefer und dessen Temperatur, die Garfläche ist größer, genauso heiß, fast alle Teile können in die Spülmaschine und der Clou : Kostet die Hälfte! Ein Manko hat er vielleicht, er sieht nicht so Trendy aus. Eure Gäste werden aber begeistert sein, gerade wenn ihr die Tips aus dem 800 Grad-Beefer mal ausprobiert. Echter Spaß, der süchtig macht.

    Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.