Vom wilden Campen und Muscheln sammeln in Belgien.

Miesmuscheln waschen

Sandige Füße, Muscheln sammeln und wildes Kampieren am Strand: Oh, wie schön ist Belgien.

Zu nächst einmal möchte ich Jill und Timo danken, denn ohne ihre Hochzeit wäre ich wohl nicht auf die Idee gekommen, meinen Sommerurlaub in Belgien zu verbringen. Wie dumm von mir! Denn was mit einer phänomenalen Party, hübschen Kleidern und eisgekühltem Cava in Antwerpen begann, endete mit fünf wunderschönen Tagen und Nächten am Strand der belgischen Küste…

Habt Ihr das Zelt schon einmal mitten in den Dünen aufgeschlagen? Genau dort, wo man von niemandem gesehen wird, man aber morgens als erstes das Meer sehen kann?!

Zelt in den Dünen

An der belgischen Küste gibt es sie tatsächlich noch: die menschenleeren Strände mit uneinsehbaren Sanddünen. Wenn man sucht, hier und dort etwas klettert und kraxelt, findet man ihn ganz bestimmt – den perfekten Schlafplatz mit Meerblick und pinkfarbenem Sonnenuntergang.

Zufällig ist das Zelt dann in den ersten Tagen auch noch in einem riesigen Beet von wildem Rucola gelandet. Zufällig passt der dann auch noch perfekt zu selbst gesammelten Miesmuscheln. Noch vor dem Frühstück habe ich beim Strandspaziergang die angeschwemmten, noch geschlossenen Schalentiere aufgelesen. Meine Oma hatte mir schon als Kind beigebracht, den Dreck und angewachsene Seepocken mit einer Austernschale abzuschaben. Dann muss man die Muscheln nur noch gut waschen – erst im Meer und dann unter frischem Wasser.

Miesmuscheln

Miesmuscheln waschen

Zubereitet habe ich sie dann auf dem Gaskocher. Der darf schließlich überall mit hin. Auch mit nach Belgien. Etwas Olivenöl, Knoblauch, Kirschtomaten und eben wilden Rucola, der so schön scharf und würzig ist. Mehr braucht es nicht für ein strandiges Muschelgericht. In den Lokalen an der Promenade kostet eine Portion übrigens zwischen 19 und 25 Euro… Zum Abendbrot bin ich dann lieber gleich noch einmal auf die Suche gegangen.

Miesmuscheln mit Tomaten

An den anderen Tagen gab es in meiner Strandküche Dorade oder Seezunge, viel gebratenes Gemüse, mal ein Rührei und tagsüber frische Kirschen. Essen in einem Restaurant war ich nicht, dafür bin ich stundenlang barfuß im Sonnenuntergang gewandert, habe Schlafplätze gesucht und das Zelt von Tag zu Tag routinierter aufgebaut.

Nach diesen Tagen bin ich mir sicher: Zum glücklich sein braucht man nicht viel. Vor allem keine sauberen Füße.

Kochen am Strand

Rührei mit wilden Rucola

Dinner am Strand

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