Wild und schön! Roadtrip durch Südafrika

Wenn man Südafrika hört, denken die meisten an Kapstadt, die Winelands und vielleicht den Krüger National Park. Ich durfte ein anderes, weniger touristisches und wunderschönes Ziel kennen lernen. Das Eastern Cape oder wie die Einheimischen sagen: die Karoo.

Im dem östlich gelegenen Teil Südafrikas kann man wilde Tiere aus der Nähe sehen, Springbock-Carpaccio essen und reizende, einheimische Familien kennen lernen. Aber der Reihe nach…

ROADTRIP DURCH DIE KAROO

Alles begann in Port Elizabeth. Einmal mit dem Flieger in Johannesburg umsteigen und schon ist man in der kleinen Hafenstadt, die für ihre schönen Strände bekannt ist. Und für Rippchen. Wer hätte gedacht, dass ich die besten Ribs meines Lebens in PE essen würde. In der Nähe des Stadiums gibt es einen kleinen Eckladen, in dem ein Portugiese seit mehr als 15 Jahren zarte Schweinerippchen über dem offenen Feuer grillt. Wer in der Stadt ist, MUSS hier einkehren!

SNACKS ZWISCHENDURCH

Mit dem Auto ging weiter es ins Landesinnere. Ich empfehle, einen Leihwagen zu mieten. So ist man flexibel, kann im eigenen Tempo das Land erkunden und so oft man will irgendwo anhalten, um sich einen landestypischen Snack zu holen.

Bei Nanaga zum Beispiel kann man im Garten sitzen, Chicken-Pies, Kuchen und Eis essen. Besondere Empfehlung: das über dem Feuer gebackene Roosterkoek. Ein fluffiges und leicht süßliches Hefebrot, das ganz wunderbar zum hauseigenen Biltong passt.

DER SCHÖNSTE SONNENUNTERGANG

Welche Farm oder private Game Reserve man zum Übernachten wählt, muss man am besten einfach nach Budget entscheiden. (mehr Tipps siehe unten) Einmal sollte man aber auf jeden Fall in der Nähe von Graaff Reinet schlafen, um sich den wunderschönen Sonnenuntergang an der spektakulären Felsenschlucht „Valley of Desolation“ anzuschauen. Selten habe ich so eine aufregende Steinformation gesehen!

Mein Übernachtungstipp hier: Karoo Park. Das kleine Hotel mit bietet spezielle Sunset-Jeep-Touren zum Sonnenuntergang an. Später wird dann am Pool gegrillt und die Besitzer-Familie weiß ganz genau, wie man Springbock perfekt über dem Feuer gart…

BIG FIVE

Leopard, Büffel, Elefant, Nashorn, Löwe. Urprünglich von Großwildjägern nach Gefährlichkeit bei der Jagd klassifiziert, sind sie nun ein Kamera-Ziel der meisten Touristen. Auch von mir. Stolz habe ich angefangen zu zählen und Nachrichten nach Hause geschickt, als ich das erste Tier der Big Five – ein Nashorn mit Baby vor die Handylinse bekam. Am Ende habe ich dann zwar nur 3,5 (Gepard zählt für mich als halber Leopard) von 5 gesehen, aber es ein unfassbar schönes Erlebnis, mit dem offenen Jeep bei Sonnenaufgang durch die Natur zu fahren, vorbei an Giraffen, Gnus und Zebras. Und so habe ich das Ziel, möglichst bald wieder nach Südafrika zu reisen, um die letzten zwei zu sichten…  

ÜBERNACHTUNGSTIPPS

Das wohl schönste wenn auch teuerste Private Game Reserve in dem ich nächtigen durfte, war Pumba. Hier hat jeder Gast seine eigene Lodge mit Kamin, Außendusche und privatem Pool mit Blick auf die Giraffen.

Und: Man kann Frühstück aufs „Zimmer“ bestellen.

Sehr familiär und gemütlich geht es auf der Ganora Guest Farm zu. Hier schaut man sich gemeinsam mit der reizenden Familie den Sonnenuntergang an, sitzt abends zusammen, trinkt Südafrikanischen Wein und schläft in gemütlichen kleinen Steinhäusern, bis man morgens von Meckern der kleinen Schafe geweckt wird.

Very Britsih und luxuriös kann man im Mount Camdeboo Game Reserve schlafen und sich verwöhnen lassen. Sechs Angestellte servieren Afternoon Tea, machen tolles Frühstück sowie Dinner und kredenzen Wein oder Gin Tonic auf den bequemen Chesterfieldsofas des Herrenhauses.

Der junge und attraktive Ranger Sean macht zudem jeden Game Drive zum ganz besonderen Erlebnis. Hello Sean!

Wart Ihr schon mal Fliegen fischen? In Somerset East im Angler and Anteloupe Guesthouse kann man es lernen. Oder es zumindest versuchen… Später gibt es dann köstliches Lamm und ganz viel Whiskey zu kosten!

Mein großer Dank gilt „Dein Südafrika„, die diese Reise möglich gemacht haben. Ich freue mich jetzt schon darauf, das Land zusammen mit Euch weiter zu erkunden!

Und natürlich muss ich auch meiner Resi danken, die geduldig all die kitschigen Sunsetbilder gemacht hat und oft warten musste, bis das Bild im Kasten aber das Essen kalt war… Du bist die beste Südafrika-Travelpartnerin, die ich mir vorstellen kann!


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